Tag des offenen Denkmals - Grenzläufte Treptow zeigt Mauerspuren im Gebäude der Kunstfabrik am Flutgraben

Pressemitteilung von: Grenzläufte Treptow e.V.
Noch heute zeugt die wasserseitige Fassade von den Abriegelungsmaßnahmen der Grenztruppen
Noch heute zeugt die wasserseitige Fassade von den Abriegelungsmaßnahmen der Grenztruppen
(openPR) - Im Rahmen des diesjährigen Tags des offenen Denkmals lädt der Verein Grenzläufte Treptow am 13. und 14. September zum Rundgang durch das Gebäude der Kunstfabrik am Flutgraben in Berlin-Treptow ein. Thema sind die Spuren, die das DDR-Grenzregime in und an dem 1928 als Betriebshof der Allgemeinen Berliner Omnibus Aktiengesellschaft errichteten Gebäude hinterlassen hat. Denn unmittelbar an der Grenze von Treptow zu Kreuzberg gelegen, gehörte der aus dem Flutgraben aufragende neusachliche Backsteinbau nach dem Bau der Mauer zum Ost-Berliner Grenzgebiet. Während der volkseigene Omnibus- und Lastwagenreparaturbetrieb vor Ort blieb, wurde das Gebäude nach und nach gen Westen abgeschottet und diente außerdem den DDR-Grenztruppen als Beobachtungspunkt. Rund um die Uhr patrouillierten Grenzsoldaten auf dem Dach, um die Umgebung, aber auch die Werktätigen des Betriebs zu überwachen.

Die Führungen am Tag des offenen Denkmals bilden den Auftakt für das Projekt „Grenzspuren 1989/90“, das der Geschichte dieses ungewöhnlichen Mauerortes nachgeht. Der Verein Grenzläufte Treptow wird in Kooperation mit dem Kunstfabrik am Flutgraben e.V. die zahlreichen im und am Gebäude erhaltenen „Grenzspuren“ erschließen und der Öffentlichkeit ab Herbst 2009 im Rahmen von multimedialen Ortsbegehungen zugänglich machen. Das Projekt wird vom Hauptstadtkulturfonds und von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gefördert.

Die Führungen am 13. und 14.9.2008 starten um 12 und um 14 Uhr, Treffpunkt ist Obere Freiarchenbrücke/Puschkinallee. Eine Anmeldung bis 10.9. ist erforderlich (Kontakt: Elke Kimmel, Tel. 030-69 53 10 88, E-Mail: ). Für das Projekt „Grenzspuren 1989/90“ werden außerdem Zeitzeugen gesucht, die das ehemalige Grenzgebiet am Schlesischen Busch aus eigener Anschauung gekannt haben, ob als Anwohner, als Grenzsoldat, als Angehöriger des VEB OWL/K.I.B. oder als Flüchtling (Kontakt wie oben).

Grenzläufte Treptow e.V.
Glogauer Straße 21
10999 Berlin
Tel. 030-69 53 10 88
E-Mail:

Pressekontakt: Svenja Moor, E-Mail: , Tel.: 0178-136 71 57

Der gemeinnützige Verein Grenzläufte Treptow e.V. wurde 2007 gegründet. In ihm haben sich Historiker, Kulturschaffende und interessierte Bürger zusammen gefunden, um sich für die Erschließung, Dokumentation und Vermittlung der Alltagsgeschichte im Grenzgebiet an der Berliner Mauer im Bereich Treptow einzusetzen.
 
http://www.openPR.de/news/240061/Tag-des-offenen-Denkmals-Grenzlaeufte-Treptow-zeigt-Mauerspuren-im-Gebaeude-der-Kunstfabrik-am-Flutgraben.html