(openPR) - (dmb) „Das Vorziehen der Wohngelderhöhung auf den 1. Oktober 2008 und die daraus resultierenden Sonderzahlungen im Frühjahr 2009 sind konsequent und richtig“, erklärte der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, in einer ersten Stellungnahme. „Die Bundesregierung setzt damit einen Vorschlag des Deutschen Mieterbundes um und entlastet einkommensschwache Haushalte angesichts der zu erwartenden, deutlich höheren Heizkosten in diesem Winter.“
Ursprünglich hatte die Bundesregierung Wohngelderhöhungen zum 1. Januar 2009 beschlossen. Nach diesem neuen Wohngeldgesetz sollten die durchschnittlichen Wohngeldzahlungen um etwa 55 Prozent steigen, von derzeit 90 auf rund 140 Euro. Erstmals werden hier auch Heizkosten bei der Berechnung des Wohngeldes mit einbezogen. Bei der zu berücksichtigenden Miete werden dann 24 Euro bei einem Einpersonenhaushalt, 31 Euro bei einem Zweipersonenhaushalt, 37 Euro bei einem Dreipersonenhaushalt und 43 Euro bei einem Vierpersonenhaushalt angerechnet.
„Als dieses Wohngeldgesetz Ende 2007 / Anfang 2008 beraten und beschlossen wurde, waren die drastischen Energiepreissteigerungen dieses Jahres noch nicht abzusehen. Deshalb haben wir Nachbesserungen gefordert“, sagte Siebenkotten. „Wir sind froh, dass die Bundesregierung jetzt für 800.000 Haushalte einen Ausgleich durch eine Einmalzahlung beschlossen hat, die je nach Haushaltsgröße zwischen 100 und etwa 200 Euro liegen wird.“
Der Deutsche Mieterbund ist die Dachorganisation von 320 örtlichen Mietervereinen in Deutschland. Etwa 1.300 hauptberufliche und 2.500 ehrenamtliche Mitarbeiter sind für die Mieterorganisation tätig. Zurzeit sind etwa 1,24 Millionen Mieterhaushalte, das heißt etwa 3 Millionen Mieterinnen und Mieter, Mitglied eines örtlichen Mietervereins und damit im Deutschen Mieterbund organisiert.
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